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Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.

Aktuelles

"Was wir als Eltern tun können"


Eine Broschüre zur Suchtvorbeugung für Eltern von jugendlichen Spätaussiedlern

Die Broschüre ist speziell für die Zielgruppe der Eltern von jugendlichen Spätaussiedlern in deutscher und russischer Sprache entwickelt worden. Nach einer einführenden Geschichte werden für Eltern Ansätze der Suchtprävention aufgezeigt. Weiterhin werden die gängigsten Suchtmittel und das deutsche Suchthilfesystem beschrieben
.

"Aussiedler machen gerade einmal fünf Prozent der deutschen Bevölkerung aus - ihr Anteil an den Suchtkranken ist ... überproportional hoch." (SZ 9.1.07).
Familie hat einen entscheidenden Einfluss auf die Verhinderung von Suchtkrankheiten. Besonderes Augenmerk muss deshalb darauf gelegt werden, auch Eltern von jugendlichen Spätaussiedlern frühzeitig für die Suchtvorbeugung zu gewinnen.

Jugendliche Spätaussiedler/innen erfahren im Gegensatz zu hier Geborenen eine doppelte Belastung bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben, da sie viele haltgebenden Elemente ihrer Herkunftsumgebung verlieren. So sind manche von ihnen gefährdeter, Suchtmittel zur Linderung ihrer Identitätskrisen einzusetzen und abhängig zu werden. Die Eltern sind meist unvorbereitet, sind selbst durch die Migration überlastet oder haben kaum Erfahrungen oder Modelle, wie sie ihre Kinder in dieser Situation unterstützen können.
Die neue Broschüre der Aktion Jugendschutz ist deshalb speziell für die Zielgruppe der Eltern von jugendlichen Spätaussiedlern entwickelt worden. Der Elternratgeber ist aufgrund der unterschiedlichen deutschen Sprachkenntnisse sowohl in deutscher als auch in russischer Sprache geschrieben. Zur Herausgabe waren zahlreiche Gespräche mit Fachkräften aus der Migrationsarbeit vorausgegangen.

Eine einführende Geschichte über die Erfahrungen einer Familie, die von Kasachstan nach Deutschland eingewandert ist, bietet der Zielgruppe Identifikationsmöglichkeiten und führt sie in das Thema ein. Im Weiteren werden den Eltern von jugendlichen Spätaussiedlern Hintergründe und Erzieherverhalten aufgezeigt, welche geeignet sind, eine Suchtentwicklung zu vermeiden. Hinweise vermitteln, wie Eltern ihre Kinder bei der Bewältigung der Migration und der Entwicklungsaufgaben unterstützen können. Die Broschüre gibt Hintergrundinformationen zu den Themen Sucht und Suchtentstehung und vermittelt den Eltern mehr Sicherheit beim Gespräch über Suchtmittelkonsum mit ihren Kindern. Weiterhin werden die gängigsten Suchtmittel sowie das deutsche Suchthilfesystem beschrieben sowie Unterstützungsmöglichkeiten und Handlungsansätze bei bereits suchtmittelbelasteten Kindern aufgezeigt.

Hrsg.: Aktion Jugendschutz Bayern e.V.; München 2006,
Broschüre 108 S., in Deutsch und Russisch, 2.- €,
Bestellnummer: 12231
 
Bezugsadresse: Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.,
Fasaneriestraße 17, 80636 München,
www.bayern.jugendschutz.de
Tel.: 089/121573-11
Fax: 089/121573-99
mailto:info@aj-bayern.de



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