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Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.

Aktuelles

Was wirkt? Suchtprävention im Spannungsfeld zwischen Verhältnis- und Verhaltensprävention


Verhältnisorientierte Prävention ist ein Ansatz, der in der Form legislativer und regulativer Politik-Strategien große Wirkung gezeigt hat. Weltweit zeigt die Angebotsreduktion von legalen Suchtmitteln durch Steuererhöhungen, Werbeverbote, Verkaufsbeschränkungen mit entsprechenden Kontrollen usw. aufgrund der großen Reichweite und geringer Kosten eine hohe Effizienz. Trotz dieser Erkenntnis gibt es bei der Umsetzung regulierender Maßnahmen in Deutschland erhebliche Widerstände durch Interessenverbände. Die ergänzende Strategie der Nachfragereduktion durch direkte Prävention mit der Zielgruppe (Verhaltensprävention) ist kosten- und personalintensiv und schwer in ihrer Wirkung zu evaluieren. In Zeiten knapper Kassen besteht so die Gefahr, nur noch die vermeintlich effizientesten Ansätze zu verfolgen. Verhaltensprävention stärkt aber die individuellen Kompetenzen und entspricht dem Leitbild des mündigen Bürgers.
Dieses Heft plädiert dafür, die beiden Ansätze nicht gegeneinander auszuspielen sondern als sich ergänzende Strategien zu begreifen.
Im Grundsatzbeitrag von Dr. Jens Kalke und Sven Buth wird der Ansatz der Verhältnisprävention im Kontext der historischen Entwicklungen erläutert. Es werden Maßnahmen und der wissenschaftliche Kenntnisstand dargestellt. Im zweiten Beitrag von Dr. Anneke Bühler geht es um das grundsätzliche Verhältnis von Umwelt und Verhalten. Für die Notwendigkeit neben der Verhältnisprävention auch weiterhin verhaltensorientierte Suchtprävention zu betreiben wird plädiert. Im dritten Beitrag von Dr. Reiner Hanewinkel wird die konkrete Umsetzung der Verhältnisprävention anhand der deutschen Tabakkontrollpolitik der letzten Jahre dargestellt sowie weitere notwendige Schritte der Regulierung aufgezeigt. Praxisbeispiele, wie das Bayerische Landesprogramm „Gute gesunde Schule“ und das Alkoholpräventionskonzept des Jugendamtes Nürnberg stellen Ansätze der Verbindung von Verhaltens- und Verhältnisprävention in kleineren Systemen dar.

Die Zeitschrift proJugend 3/2009 ist zum Preis von 2,80 €uro (zzgl. Porto/Versand) unter der Bestell-Nr. 11021 direkt zu beziehen bei:
Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.
Fasaneriestr. 17, 80636 München
Tel.: 089/ 12 15 73-11 

info@aj-bayern.de
http://www.bayern.jugendschutz.de

 





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