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Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.
Aktuelles
proJugend 2/2005: Interkulturelle Gewaltprävention Alle einschlägigen Untersuchungen beweisen, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund bei Gewaltdelikten auffälliger sind als die deutschen Jugendlichen, während bei anderen Delikten keine großen Unterschiede zu beobachten sind. Die Gründe hierfür sind vielfältiger Natur, wie z.B. das Anzeigeverhalten der Bevölkerung gegenüber "Fremden", Konfliktlösungsstrategien unter den Jugendlichen, Ähnlichkeitskonzepte, der Wert des Ehrbegriffs etc. Methoden und Konzepte, wie mit gewalttätigen Jugendlichen präventiv gearbeitet werden kann, gibt es viele. Aber bezogen auf die Jugendlichen mit Migrationshintergrund scheinen die Fachkräfte mit "ihrem pädagogischen Latein" am Ende zu sein, weil die Jugendlichen sich meistens auf die Besonderheit ihrer kulturellen Identität berufen. Wie sollen die Fachkräfte auf auffällige Jugendliche reagieren, die mit herkömmlichen pädagogischen Mitteln nicht zu erreichen sind? Fingerspitzengefühl, Erwerb der kognitiven Hypothesen der auffälligen Jugendlichen, ergänzt durch Methodenerwerb, können sehr hilfreich sein. ProJugend hat in ihrer aktuellen Ausgabe das Thema aufgegriffen, wie präventiv mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund gearbeitet werden kann.
Ahmet Toprak beschreibt in seinem Beitrag die besondere Anfälligkeit der Jugendlichen für Gewaltakte und betont, warum Interkulturelle Kompetenz als eine wichtige gewaltpräventive Maßnahme einzustufen ist. Kerstin Reich erläutert die Situation der Aussiedlerjugendlichen und benennt Möglichkeiten der Prävention. Corinna Ter-Nedden thematisiert die Bedingungen der muslimischen Mädchen, die wegen familiärer Gewalt Schutz in einer Kriseneinrichtung suchen. Alexander Feigin beschreibt wie die Aussiedlerjugendlichen auf die Haftentlassung vorbereitetet werden: nämlich das Stabilisieren des sozialen Umfelds in Kooperation mit den Eltern. Während Rüdiger Heid sein Strassenfussball-Projekt "buntkicktgut!" beschreibt, erläutert Tuna Döger wie erfolgreiche Arbeit zwischen Jugendhilfe und Schule für Jugendliche mit Migrationshintergrund aussehen könnte.
Die Zeitschrift proJugend 2/2005 ist zum Preis von 2,80 Euro (zuzüglich Porto/Versand) unter der Bestell-Nr. 30041 direkt zu beziehen bei:
Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V. Fasaneriestr. 17, 80636 München, www.bayern.jugendschutz.de E-Mail: info@aj-bayern.de Tel.: 089/121573-11 Fax: 089/121573-99
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