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Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.
Aktuelles
pro Jugend 3/04 - Kriminalitätswege durchkreuzen Prävention der Kinder- und Jugendkriminalität
Die aktuelle Ausgabe der proJugend diskutiert die neuen Erkenntnisse der Kinder- und Jugendkriminalität und lässt Praktiker zu Wort kommen, die in der Prävention tätig sind.
Kinder- und Jugendkriminalität - vor allem aber Gewaltkriminalität - steht immer unter besonderer Beobachtung der Öffentlichkeit. Sind die Kinder und Jugendlichen wirklich brutaler und krimineller geworden? Oder prägen uns die schicksalhaften Einzelfälle so sehr, dass wir uns nicht mehr differenziert und besonnen an das Thema annähren? Alle einschlägigen Untersuchungen zeigen, dass die jugendliche Kriminalität entgegen öffentlicher Annahmen leicht rückläufig ist. Ein Blick auf die Polizeiliche Kriminalstatistik 2003 belegt, dass die Zahl der tatverdächtigen Jugendlichen - 294.000 Personen - im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent zurückgegangen ist. Die Zahl der tatverdächtigen Kinder sank im Jahr 2003 um 6,1 Prozent im Gegensatz zu 2002. Der Blick auf die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik belegt aber auch, dass die Gewaltkriminalität (z.B. einfache und schwere Körperverletzung) sowohl bei deutschen (um 3,0%) als auch bei nichtdeutschen (um 8,6%) jugendlichen Tatverdächtigen leicht zugenommen hat. In dieser Ausgabe setzt sich proJugend mit dem Thema Prävention der Kinder- und Jugendkriminalität intensiv auseinander. Wie komplex und facettenreich die Bedingungen der (Gewalt-)Kriminalität von Migranten ist, zeigt der Beitrag von Kerstin Reich. Bernd Holthusen und Heiner Schäfer umreißen in ihrem Beitrag die Bedingungen und Wege der Kriminalprävention. Sabrina Hoops vom Deutschen Jugendinstitut stellt in ihrem Beitrag "Eine Frage der Erziehung?" die ersten Ergebnisse der Längsschnittuntersuchung von Familien zum Umgang mit Kinderdelinquenz vor. Susanne Nothhafft beschreibt anhand eines Falles die Umsetzung des Täter-Opfer-Ausgleiches mit Jugendlichen. Während Hans Nußstein kurz und prägnant die Praxis der Jugendgerichtshilfe beschreibt, stellt Grete Sentner aus Nürnberg ein Modellprojekt vor, wie erfolgreich Polizei und Allgemeiner Sozialdienst kooperieren können. Ein Interview mit Gunter Adams - Leiter der Clearingstelle Würzburg - komplettiert den inhaltlichen Teil dieser Ausgabe. In der Praxis der Jugendhilfe gibt es zur Kriminalitätsprävention viele Maßnahmen, wie z.B. Täter-Opfer-Ausgleich, Mediation, Diversion, Anti-Aggressivitäts-Trainings oder aber Kooperationen auf der Ämterebene, die sich bewährt haben. Diese und aber auch andere Maßnahmen müssten konsequenter und intensiver angewendet werden: denn je früher und effektiver gehandelt wird, umso wirksamer ist die Prävention! Bestell-Nr. 33031
Hrsg.: Aktion Jugendschutz, Landesstelle Bayern e.V., München 2004, Preis: 2,80 € E-Mail: info@aj-bayern.de www.bayern.jugendschutz.de
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