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Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.
Aktuelles
proJugend 2/2003: Reagieren statt resignieren In der pädagogischen Praxis werden unterschiedliche Methoden angewandt, um der Jugendgewalt vorbeugend entgegen zu wirken. Große Nachfrage erfahren z.B. Streitschlichtungs-Programme (siehe auch proJugend 4/99). Für die Zielgruppe der bereits Gewalttätigen gab es aber bis vor einigen Jahren kaum geeignete Ansätze.
Seit Mitte der 90-er Jahre hat sich eine neue Methode in der Gewaltprävention entwickelt, nämlich die Konfrontative Pädagogik. Während diese Strategie in den Anfangszeiten nur von wenigen Pädagoginnen und Pädagogen sowie Psychologinnen und Psychologen im Bereich der Justizvollzugsanstalt eingesetzt wurde, um inhaftierte jugendlichen Gewalttäter deliktspezifisch zu behandeln, findet diese Methode inzwischen in vielen sozialpädagogischen Feldern Anwendung. Bei dieser Art von Gewaltprävention geht es nicht darum, Jugendliche bloß zu stellen, sondern sie mit ihren Taten zu konfrontieren und alternative Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Konfrontative Pädagogik ist geprägt von der Haltung "Hinschauen statt wegschauen", um frühzeitig zu reagieren.
In dieser Ausgabe setzt sich proJugend mit dieser neuen Methodik intensiv auseinander, um im Bereich des Kinder- und Jugendschutzes alternative Handlungsstrategien vorzustellen bzw. zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Anti-Aggressions-Kurse und Coolness-Trainings. Neben den theoretischen Abhandlungen von Weidner und Sonsino kommen Praktiker zum Wort, wie z.B. Schanzenbächer für das Feld Jugendhilfe und Oelhaf für den schulischen Bereich. Der interkulturelle Aspekt dieser Methode wird anhand der kulturellen Besonderheit von türkischstämmigen Jugendlichen behandelt. Dass Gewalt nicht nur ein Männerphänomen ist, zeigt nicht nur die aktuelle Statistik, sondern Heinemann in ihrem Beitrag mit gewaltbereiten Mädchen in Berlin Neukölln.
Bestell-Nr. 33021 proJugend 2/2003 ist ab sofort für 2,80 € zzgl. Versandkosten bei der Aktion Jugendschutz erhältlich.
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