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Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.
Aktuelles
"Blick nach Rechts" - Rechtsextremismus bei Jugendlichen und Präventionsansätze Rechtsextremismus ist keine Randerscheinung mehr. Eine bundesweit steigende Anzahl von einschlägigen Straftaten, Eskalationen rechter Gewalt wie in Mögeln oder Aufmärsche von Neonazis auch in bayerischen Gemeinden lenken die Aufmerksamkeit auf dieses Phänomen. Rechtsextreme Parteien und Organisationen konzentrieren sich dabei gezielt auf junge Zielgruppen. Zugangswege sind die Musik, attraktive Freizeitaktivitäten oder das Internet. Gerade durch diese Zugangswege ist der Jugendschutz besonders gefordert. Im aktuellen Heft der Aktion Jugendschutz werden nicht nur Ursachen und Erscheinungsformen rechter Gewalt thematisiert, sondern auch die neuesten Erkenntnisse zu dem Problem beleuchtet. Prof. Dr. Kurt Möller gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen, Ursachen und pädagogische Schlussfolgerungen. In einem Beitrag über Mädchen und junge Frauen in der rechten Szene wird diagnostiziert, dass diese aktiver sind als bisher angenommen. Ebenso werden Phänomene wie „Rechts-Rock“, „Schulhof-CDs“ und die subtile rechtsextreme Propaganda im Internet analysiert und Gegenstrategien diskutiert. Neben den theoretischen Abhandlungen werden in der Fachzeitschrift auch wieder beispielhafte Projekte der Praxis wie das Anti-Rassismus-Training oder die neue Projektstelle gegen Rechtsextremismus in Bayern vorgestellt. Immer wieder wird versucht rechtsextreme Gewalt allein den durch sie auffallenden Jugendlichen zuzuschreiben. Tatsache ist jedoch, dass diese Jugendlichen durch ein in der Erwachsenengesellschaft verbreitetes latentes rechtsradikales Gedankengut erst angeregt werden und sich dadurch zum Teil auch gerechtfertigt fühlen. Neben der aktiven präventiven Arbeit und Auseinandersetzung mit Jugendlichen durch politische Bildung gilt es deshalb eine Haltung gegen Rechtsextremismus gesamtgesellschaftlich zu verankern. Und das fängt an bei jedem Einzelnen mit einer entschiedenen Haltung gegen rechtspopulistische Äußerungen, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
Die Zeitschrift proJugend 4/2007 ist zum Preis von 2,80 € (zzgl. Porto/Versand) unter der Bestell-Nr. 30101 direkt zu beziehen bei: Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V. Fasaneriestr. 17, 80636 München, Tel.: 089/121573-11, Fax: 089/121573-99 http://bayern.jugendschutz.de/materialdienst/default.asp?sst=proJugend info@aj-bayern.de
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